2020er Santa Cruz V10

Wie kann man ein eigentlich perfektes Santa Cruz V10 noch perfekter machen? Wir haben es mit einem kompletten Öhlins Fahrwerk, ausgewählten Hope Komponenten und etwas Wartezeit geschafft.

“Ein bisschen Fahrwerk, ein paar Hope Komponenten, fertig!” Bikes veredeln klingt immer so einfach. Aber dass es mitunter auch richtig anstrengend werden kann, das sieht man hinterher auf den Hochglanzfotos nicht mehr. Die Grundidee für das das Projekt ist bereits im November 2019 entstanden. Umgesetzt wurde es dann aber doch erst im März 2020. Unser Benjamin war von Anfang an Feuer und Flamme für dieses Projekt, musste aber mit unerwarteten Hindernissen kämpfen. Und dann war da noch dieses Virus, was damals noch niemand wirklich auf dem Schirm hatte und welches die gesamte Szene, ja sogar die ganze Welt verändern würde.

Grundlage des Projekt: Ein Santa Cruz V10

Die Grundlage dieses Bikes bestand aus einem wunderschönen 2020er Santa Cruz V10. Von Haus aus ist das Bike schon Top ausgestattet und bedarf eigentlich keinen großen Korrekturen mehr. Aber unser Kunde wollte mehr. Und mehr bedeutete einen Umbau des Fahrwerks auf Öhlins Komponenten, plus ein paar ausgewählte Hope Anbauteile für Performance und Optik.

Das Fahrwerk

Ein V10 mit Öhlins Fahrwerk sollte es sein. So einzigartig, so einfach, möchte man meinen. Aber einfach so bestellen und einbauen, ist bei so einer Änderung nicht unbedingt möglich. Denn es gibt eine Vielzahl von Details zu beachten, das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selber mal gemacht hat. Denn als neuer Dämpfer sollte ein Öhlins TTX 22M eine Arbeit im V10 verrichten.

Bereits bei der Lieferung des bestellten Dämpfers viel Benni auf, “das wird nix”. Denn der TTX 22M verfügte lediglich über die Standart Aufnahme, welche mit dem V10 schlichtweg nicht kompatibel ist.

Wochenlang recherchierte Benni im Netz, verglich Bilder, checkte die passenden Teambikes von Santa Cruz, bis er letztendlich bei Christopher, von MRC-Trading, landete. Die Lösung könnte ein speziell angefertigter Dämpfer sein, schlug man uns vor.

Die Lösung lag auf der Hand. Man müsse einfach einen “Universalen” Öhlins einbauen! Doch das passte leider nicht beim V10, da wir einen “Metrischen” Dämpfer benötigten. Doch dieser benötigte zusätzlich die universale Aufnahme.

So verwandelte man bei MRC-Trading kurzerhand 2 inkompatiblen Dämfer zu einem passenden Stück Fahrwerkskunst. Unser Dank geht an dieser Stelle nochmal an das MRC-Trading-Team, welches ganze Arbeit geleistet hat.

Was für hinten gut ist, kann vorne ja nicht schlecht sein. Daher hielt eine Öhlins DH38 m.1 Air TTX18 Federgabel Einzug. Jetzt waren auch Federwege von 180 & 200 mm möglich! Als Steuersatz wurde ein “Pic n Mix” von Hope installiert. Farblich entschieden wir uns für Silber, was dem Bike eine schicke Optik verlieh.

Der Antrieb

Aus Erfahrung müssen wir sagen, dass die Komponenten von SRAM an Downhillern nach wie vor am besten funktionieren. Der Meinung war auch unser Kunde. Außerdem wollte er die Schaltung nah am Original halten, was uns dazu gebracht hat, Schalthebel sowie das Schaltwerk aus der XO1 Serie auszuwählen. Als Kassette kommt eine 11-28er mit SRAM PW Kette zum Einsatz.

Die Kurbel sollte englisch werden. Will sagen, wir griffen ins Regal mit den Hope-Parts. Wir sind und bleiben der Meinung, dass die hochwertigen Parts von Hope ein Bike immer noch aufwerten können, egal aus welcher Preisklasse es stammt. Also wurde für das V10 eine Hope Evo Kurbel mit 36 Zähne verbaut. Mit Absicht, denn das Kettenblatt wirkt sich positiv auf die Geschwindigkeit beim in Zwischenpassagen oder beim Downhill aus.

Pedale

Unser Kunde ist fährt schon immer Klickpedale, warum also beim Downhiller aufhören? In den letzten Jahren haben viele Profis auf Klick geweckselt, unser Kunde ist somit nicht alleine mit der Idee. Wir sind auch der Meinung, dass es kaum eine innigere Verbindung zwischen Fahrer und Bike geben kann, als mit Klickpedalen. HT Components lieferten diese schönen DH Klickpedale in Silber. Optisch ein Mix aus Shimano Saint und CrankBrothers Mallet DH, wie wir finden.

Bremsen

Wer später bremst, fährt länger schnell. Gehört hat diesen Spruch sicher schon jeder von uns. Aber Bremsen gehören nachweislich zu den wichtigsten Komponenten an einem Bike. Und weil weder unser Kunde noch wir was dem Zufall überlassen wollten, entschieden wir uns ebenfalls für Bremsen aus dem Hope-Regal.

Verzögerung, Optik und Haptik sind einmalig, bei Hope Bremsen. Daher wurde es, wie so oft, eine Hope V4 mit 203 mm Scheiben vorne und hinten. Stahlflexleitungen und Kühlrippen an der Bremszange bringen ordentlich Bremspower und sorgen für sicheres und zuverlässiges Handling.

Laufräder und Reifen

Laufräder sind die Schuhe des Bikes und können maßgeblich Einfluss auf die Fahreigenschaften des Santa Cruz V10 nehmen. Schick und leicht sollten die Räder sein, welche wir für das V10 im Kopf hatten. Die Lösung: Laufräder von Industry 9.

Die Laufräder bestechen durch ihre ausgezeichnete Verarbeitung und ihre hohe Torsionssteifigkeit. Eine guter Kompromiss aus Gewicht und Performance auf dem Trail. Eingespeicht im Straightpull Verfahren sind die Hydra Classic Boost Naben, welche für einen markanten Sound stehen und zudem optisch auch noch sehr ansprechend sind.

Allerdings machte uns das schon angesprochene Corona-Virus einen ersten Strich durch die Rechnung. Wir haben immer einen Großteil unserer Parts schon auf Lager, aber auch wir können auf individuelle Kundenwünsche manchmal nur mit Bestellungen reagieren.

Und bei Lieferzeiten von mehreren Wochen, plus eventueller Lieferengpässe dank Corona, sollte man bei der Bestellung wenigstens alles richtig machen. Leider hatte unser Benjamin wohl einen schlechten Tag erwischt und so staunte er nicht schlecht, als nach mehreren Wochen Wartezeit die falschen Laufräder im Paket war.

Extrem ärgerlich, auch wenn wir unseren Kunden für die Übergangszeit mit einem adäquaten Leihbike versorgt hatten. Aber jeder will doch sein Traumbike so schnell wie möglich anschauen und fahren. Im zweiten Anlauf klappte dann aber alles mit den Laufrädern und sie konnten mit Reifen bestückt werden.

Bei der Reifenwahl haben wir keine Experimente gemacht. Maxxis Assegai 3c vorne und Maxxis Minion DHR II hinten, direkt Tubeless umgebaut und zu allen Schandtaten bereit. Aus unserer Sicht, eine der besten Reifenkombinationen für den Einsatzbereich.

Das Cockpit

Nachdem wir uns durch alle Widrigkeiten gekämpft hatten, musste nur noch das Cockpit für unseren Kunden optimiert werden. Dafür haben wir etwas ganz Feines ausgewählt, einen Race Face SixC 35 Lenker mit passenden Race Face DM Vorbau. Carbon für den Flex und die passenden Ergon Griffe für den optimalen Halt und Komfort.

Video

Wir haben zu diesem Sahnestück natürlich auch ein Video auf unserem YouTube Kanal veröffentlicht. Schau mal rein und lass uns ein Like + ein Abo da!

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14. Januar 2022

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